Diverse team conversing at workplace
Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on email

9 Quick Wins für einen leichten Einstieg in Diversity und Inclusion

Gut Ding will Weile haben. Das gilt auch für die Umsetzung von Diversity- und Inclusion-Programmen, deren Entwicklung viel Ausdauer und Engagement erfordert. Mit diesen 9 Diversity Quick Wins beschleunigen Sie die Reise zu einer offeneren Unternehmenskultur.

Wer Diversity und Inclusion (D&I) fördert, wird langfristig mit zufriedeneren, motivierteren und kreativeren Mitarbeitenden belohnt. Doch D&I-Programme ins Rollen zu bringen ist nicht einfach. Ziele und Maßnahmen definieren, eine Kommunikationsstrategie erarbeiten oder Erfolgskennzahlen bestimmen sind nur einige Punkte einer langen To Do-Liste. Hinzu kommen häufig erschwerende Rahmenbedingungen wie knappe Budgets und die Erwartung der Führungskraft, schnell erste Erfolge zu produzieren. 

Bevor wir im Angesicht der Fülle der Herausforderungen gleich zu Beginn den Überblick verlieren: Planen Sie komplexere Aufgaben wie die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen sorgfältig und starten Sie zunächst mit leichter umzusetzenden Maßnahmen, wie zum Beispiel unseren 9 Diversity Quick Wins. Diese sind nicht nur risikoarm und budgetfreundlich, sondern wirken sich unmittelbar auf die Unternehmenskultur aus. Letzteres ist besonders wichtig, um unsere Kolleg*innen umgehend von den Vorzügen einer Vielfalt liebenden Organisationskultur zu überzeugen und dazu anzuregen, diese mitgestalten zu wollen.

 

1 Genderneutrale Sprache verwenden
Werfen Sie einen Blick auf Ihre Unternehmenswebseite, Stellenanzeigen und Social Media-Kanäle: Verwenden Sie durchgehend genderneutrale Formulierungen? Denn sowohl für potentiellen Nachwuchs als auch Ihre aktuellen Mitarbeitenden sendet die entsprechende Wortwahl ein Zeichen für einen inklusiven oder nicht-inklusiven Arbeitsplatz. Dasselbe gilt natürlich auch für das gesprochene Wort in Bewerbungsgesprächen, Team-Meetings oder Feedback-Runden.

 

2 Elternzeit-Partnerschaften etablieren

Sich mit Unterstützung des Arbeitgebers bewusst Zeit für den Nachwuchs nehmen zu können, ist ein wertvolles Privileg. Doch für viele Eltern ist damit die Sorge verbunden, während der Abwesenheit wichtige Entwicklungen am Arbeitsplatz zu verpassen. Eliminieren Sie diese Bedenken, indem sie eine Ansprechperson aus der Abteilung ernennen, die das werdende Elternteil über aktuelle Geschehnisse auf dem Laufenden hält und so die Rückkehr in das Unternehmen erleichtert.

 

3 Außergewöhnliche Feiertage zelebrieren

Gerade die Anerkennung von Feiertagen unterrepräsentierter Gesellschaftsgruppen und jenseits von Weihnachten, Ostern & Co. zeigt, dass Vielfalt an Ihrem Arbeitsplatz geschätzt wird. Zelebrieren Sie bewusst alternative Feierlichkeiten wie den Weltfrauentag, die Gay Pride Week oder den Internationalen Tag für Menschen mit Behinderung. Kommunizieren Sie Ihre Unterstützung dabei auch gezielt über Ihre internen und externen Kommunikationskanäle.

 

4 Badausstattung überprüfen

Die kostenfreie Bereitstellung von Kaffee, Obstkörben oder anderen Mitarbeitenden-Benefits ist wichtig. Mindestens so lohnenswert wäre es, auch Budget für die Ausstattung der Bäder mit Tampons, Deodorants & Co. freizumachen. Nicht nur die weiblichen Kolleginnen werden diese Geste positiv wahrnehmen.

 

5 Mitarbeitenden-Netzwerke etablieren

Seien es Sportzirkel, International Clubs oder LGBTI-Netzwerke: hier können sich Beschäftigte zusammenfinden, die bestimmte Interessen oder Lebenssituationen teilen, ganz unabhängig von Abteilung oder Hierarchiestufe. Solche Netzwerke fördern das Zusammengehörigkeits- gefühl und somit auch die Identifizierung mit Ihnen als Arbeitgeber*in. Regen Sie die Gründung solcher Initiativen durch gezielte Ansprachen oder Aufrufe im Intranet an, unterstützen Sie die Sichtbarkeit durch Bereitstellung eigener Webauftritte und delegieren Sie die Organisation im letzten Schritt schließlich an die Mitglieder selbst.

 

6 Kamingespräche oder Lunch Talks organisieren

Laden Sie spannende Vorbilder aus der D&I-Community zu einer Diskussion ein, um über die Chancen und Herausforderungen rund um Vielfalt und Inklusion zu sprechen. Solche Veranstaltungen sind nicht nur für beide Seiten lehrreich, sondern signalisieren Ihrer Belegschaft, dass Sie dieses Thema ernst nehmen. Starke D&I Befürworter*innen, die gerne ihre Erfahrungen teilen, finden Sie vor allem in Communities auf LinkedIn, Xing & Co. oder unter den Unterzeichner*innen der Charta der Vielfalt

 

7 Eine Weltkarte aufhängen

Eine Spielerei mit großem Effekt: Vielen Mitarbeitenden ist oft nicht bewusst, wie viele Nationalitäten unter dem Dach des Unternehmens vereint sind. Warum also nicht eine Weltkarte an einem öffentlichen Ort aufhängen, zum Beispiel in der Cafeteria, wo jede Person das eigene Herkunftsland mit einer Pinnadel vermerken kann? Das schafft Bewusstsein für die internationale Vielfalt innerhalb der Belegschaft und bietet in Pausen anregenden Gesprächsstoff.

 

8 Herausragende Arbeit hervorheben

Wer fühlt sich nicht durch ein konstruktives, ernst gemeintes Lob für eine herausragende Arbeit motivierter? An der richtigen Stelle platziert, bietet Lob einen einfachen Weg, um Teammitgliedern Wertschätzung entgegen zu bringen und das Gefühl zu vermitteln, dass sie einen wichtigen Teil des Unternehmens darstellen. 

 

9 Best Practices identifizieren

Während Sie die passenden D&I-Maßnahmen für Ihr Unternehmen suchen: Sprechen Sie von Anfang an mit Ihren Mitarbeitenden und finden Sie heraus, wo D&I bereits jetzt schon eine wichtige Rolle spielt und maßgeblich zu einem Erfolg beigetragen hat. Prüfen Sie gemeinsam, ob diese Maßnahmen skalierbar sind. Falls ja, greifen Sie diese auf und ermuntern Sie auch andere Abteilungen dazu, sie zu implementieren.

 

Durch und durch einfache, mühelose Rezepte für einen echten Kulturwandel gibt es nicht, dafür birgt das Thema zu viel Komplexität. Wenn Sie mit unseren 9 Quick Wins als Basis starten, verfügen Sie jedoch über eine fundierte Grundlage, um Ihrem Ziel, einer inklusiven und respektvollen Unternehmenskultur, einen großen Schritt näher zu kommen.

Caroline Müller-Runte

Caroline Müller-Runte

Newsletter abonnieren

Wir berichten 1 Mal pro Monat über alle Neuigkeiten im Bereich Unternehmenskultur, Diversity und New Work. 

Auf dem Weg zu New Work?

Abonnieren Sie unseren Newsletter für Personaler*innen und Kulturoptimisten