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Kurzes Führungskräftetraining mit großer Wirkung – Wie Sie Fehlzeiten in Teams deutlich senken

Psychische Belastungen führen in vielen Fällen zu langen Ausfallzeiten von Mitarbeitenden - mit weitreichenden Folgen für Betroffene und Unternehmen. Erfahren Sie hier, warum kurze Trainings für Führungskräfte den Unterschied machen.

Fehlzeiten von Mitarbeitenden aufgrund von psychischer Belastung nehmen stetig zu. Gleichzeitig wird kaum ein Thema am Arbeitsplatz so sehr tabuisiert. Umfragen zeigen, dass es Menschen leichter fällt, mit KollegInnen über ihre Partnerschaft oder finanzielle Situation zu sprechen als über psychische Probleme.

Auch Führungskräfte reagieren zurückhaltend, wenn es um die psychische Belastung ihrer Mitarbeitenden geht. Selbst, wenn sie das Thema ansprechen möchten, wissen sie häufig nicht wie. Dabei ist belegt, dass Mitarbeitende aus einer krankheitsbedingten Auszeit schneller wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren, wenn ihre Vorgesetzten in dieser Zeit Kontakt zu ihnen halten.

 

Kurze Trainings bringen signifikanten Wandel 

Eine großangelegte Studie mit ca. 2.000 Teilnehmenden (128 Führungskräfte) kam zu dem Ergebnis, dass bereits ein vierstündiges Führungskräftetraining dazu beitragen kann, Fehltage von Mitarbeitenden aufgrund von psychischer Belastung signifikant zu reduzieren. Der Grund dafür scheint denkbar simpel: Führungskräfte fühlen sich nach dem Training deutlich besser in der Lage, mit betroffenen Mitarbeitenden über psychische Belastung zu sprechen.

Dieses erhöhte Selbstvertrauen im Umgang mit dem stigmatisierten Thema psychische Belastung war laut Studienergebnissen noch nach sechs Monaten messbar. Auch finanziell machte das Training sich bezahlt: Der ROI betrug das nahezu Zehnfache der relativ geringen Investition in das vierstündige Training.

 

Aufklärung und Kommunikation machen den Unterschied

Was haben die Führungskräfte in diesen kurzen vier Stunden gelernt? Im Zentrum des Trainings standen Aufklärung und die Vermittlung simpler Kommunikationsstrategien. Die Manager erfuhren 

  1. über Merkmale und Auswirkungen von psychischer Belastung am Arbeitsplatz
  2. über ihre Rolle und Verantwortlichkeit als Führungskräften in Bezug auf psychische Belastung bei Mitarbeitenden
  3. wie Sie Betroffene konkret ansprechen, ihnen ihre Unterstützung signalisieren, und Hilfe zur Selbsthilfe geben können.

Zusammengefasst hat die Studie gezeigt, dass Führungskräften eine Schlüsselrolle bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz zukommt; dass es ihnen vor allem an Wissen und Selbstvertrauen im Umgang mit dem Thema fehlt; und dass ein kurzes Training höchst effektiv sein kann, um den Krankenstand am Arbeitsplatz deutlich zu senken!

Katrin Micklitz

Katrin Micklitz

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